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Stipendienstiftung Schloss Neubeuern
Kunst im Schulhof Schloss Neubeuern ist ein einzigartiger Ort; ein Platz, der an Schönheit und Ausstrahlung kaum zu übertreffen ist. Es wird nur wenige Menschen geben, die nicht zugeben würden, dass es in Deutschland keine vergleichbare Internatsschule gibt. Die Weite des Blicks von der Südterrasse, das Alpenpanorama mit seinen schneebedeckten Gipfeln, das Schloss mit seinen prunkvollen Sälen und gemütlich-wohnlichen Erkerzimmern; all dies zieht Bewohner und Besucher gleichermaßen in den Bann. Diese Magie des Ortes Schloss Neubeuern verlangt geradezu danach, dass auch die Erziehung der Schülerinnen und Schüler zu einem ganz besonderen Ergebnis führen muss.

In Schloss Neubeuern wird schon seit vielen Jahren intensiv darüber nachgedacht, wie man die Schule zu einem Ort machen kann, an dem eine echte Elite ausgebildet wird. Die Definition des angestrebten Elitebegriffs geht dabei weit über die reinen Schulnoten und den sozialen Hintergrund hinaus und bezieht sich auf den ganzen Menschen. Die Schüler, die wir uns wünschen, sollen facettenreiche und interessante Persönlichkeiten sein, die nicht nur in der Lage sind viel zu leisten, sondern dies auch unbedingt wollen. Sie sollen außer akademischer Potenz möglichst vielfältige Begabungen und Interessen im Sport, in der Musik und der Kunst mitbringen. Und sie sollen sich auf einer tief empathischen Ebene für ihre Mitmenschen interessieren und sich für sie einsetzen.

Das Vorbild britischer und amerikanischer Eliteeinrichtungen zeigt eindeutig, dass eine Selektion der Schüler nach solchen Maßstäben nur mit erheblichen finanziellen Anstrengungen möglich ist. Die Aufnahme geeigneter Schüler sollte als Fernziel „need blind“ erfolgen können, d.h. unabhängig von der Frage, welchen Anteil an den Schul- und Internatskosten die Eltern aufbringen können. Die üblicherweise von Landerziehungsheimen wie Schloss Neubeuern gewährten Stipendien in Höhe von 20 – 50% reichen bei weitem nicht aus, da auch dabei noch Restkosten in Höhe von EUR 15.000 – 20.000,- pro Jahr verbleiben.

Daher gründen wir aktuell eine eigenständige Stiftung, unabhängig von Schule und Verein der Freunde und Förderer, die ein Stiftungsvermögen aufbauen soll, das uns die langfristige und zuverlässige Vergabe von Leistungsstipendien erlaubt. Dabei müssen wir uns für Zustiftungen natürlich zunächst an Altschüler und Eltern wenden, dürfen aber auch Stiftungen und Unternehmen nicht vergessen. Jeder zusätzliche Stipendiat wird uns dabei helfen, das positive Image von Leistungs- und Anstrengungsbereitschaft zu verstärken und eine Sogwirkung zu erzeugen, der sich auch die übrigen Schüler nicht entziehen können. Als Nebeneffekt wird uns dadurch auch die Gewinnung hochqualifizierter Lehrer leichter fallen, was gerade in Zeiten von Lehrermangel von größter Bedeutung ist.

Es wird eine langjährige und anstrengende Aufgabe werden, das große Vermögen zusammenzutragen, das notwendig ist, um eine ausreichende Zahl von Stipendien zu garantieren. Wir sollten diese Aufgabe als große und gemeinsame Herausforderung betrachten, mit der wir nicht nur die wirtschaftliche Zukunft Schloss Neubeuerns sichern, sondern es vielleicht erreichen, dass der Name unserer Schule irgendwann in einem Atemzug mit Rugby, Eton, Winchester, Andover und Exeter genannt werden kann.