Zahlreiche deutsche Tageszeitungen, die Nachrichtenagentur dpa, dutzende Online-Medien sowie Radio- und TV-Sender haben berichtet: Unser Projekt „Digital Ink“ ist in aller Munde. Denn Deutschlands Schulen hinken in punkto technischer Ausstattung und Multimediaunterricht anderen Ländern weit hinterher. Spätestens zur alljährlichen PISA-Studie werden wieder Stimmen laut, die eine bessere Ausrüstung mit Computern und den häufigeren Einsatz im Unterricht fordern, damit die Schüler möglichst frühzeitig den Umgang mit Hard- und Software und mit digitalen Medien erlernen. Denn längst zählt dies in den meisten qualifizierten Berufen nicht als besondere Qualifikation, sondern zum Basiswissen. Doch die Realität bleibt weit davon entfernt: Laut einer Erhebung des IT-Branchenverbands Bitkom sind zwar an fast allen Schulen PCs vorhanden (95%), werden aber selten genutzt (zu 84% nur einmal pro Woche bis überhaupt nicht). Und laut Kultusministerkonferenz müssen sich tatsächlich im Schnitt neun Schüler einen Computer teilen. „Die Gründe sind vielfältig“, so Jörg Müller, Stiftungsvorstand des Internats Schloss Neubeuern. „Investitionen werden an den falschen Stellen getätigt, den Lehrern mangelt es vielfach an Technik-Kompetenz und meist erfolgt der Computer-Einsatz nur nebenher.“ Wo andere Schulen vielleicht gerade einen Computerraum einrichten oder digitale Tafeln („Whiteboards“) testen, ist das oberbayerische Privatgymnasium mit rund 150 Internats- und 80 Tagesschülern schon weiter: An Deutschlands erster papierlosen Schule lernen und arbeiten nach Abschluss einer zweijährigen Testphase jetzt alle Schüler ab der Jahrgangsstufe 9 mit einem Tablet-PC. Sie verabschieden sich komplett von Kreidetafeln und Ordnern, Schul- und Hausaufgabenheften, Karteikarten und Notenblättern – aus einem Versuch ist gelebter Schulalltag geworden, denn „Digital Ink“ hat erfolgreich das Lehren und Lernen in Neubeuern revolutioniert.
Touchscreen und Eingabestift für Notizen und Hausaufgaben Alle Unterrichtsmaterialien, Notizen, Termine, Tests, Noten, Hausaufgaben und Freizeitaktivitäten werden von den Schülern und Lehrern am Gerät mit Eingabestift und Tastatur verwaltet und bearbeitet. In den Klassenzimmern stehen eigens entworfene, ergonomische Tische mit Docking-Stationen, in den Projekträumen ein schnelles Funknetzwerk zur Verfügung, hochauflösende Beamer werfen Tafelbilder an die Wand. Bearbeitete Dateien werden vom Lehrer digital „eingesammelt“. „Es entsteht so eine völlig neue, interaktive Lernumgebung, die die Abkehr vom klassischen Frontalunterricht bedeutet und vollkommen neue didaktische Möglichkeiten eröffnet“, erklärt Müller. Zum Einsatz kommen Thinkpad X201 Tablet-PCs von Lenovo, die über ein hochauflösendes Touch-Display verfügen. Mitschriften, Tafelbilder und Klassenarbeiten werden mit Handschrifterkennung in der Software OneNote, Aufgaben, Termine und Aktivitäten werden über Outlook abgewickelt – Produkte des Partners Microsoft. Die Schüler können auch von ihrem Wohnbereich oder von zuhause die Anwendungen nutzen und ihre Emails, Termine und Kontakte mit ihren Smartphones synchronisieren – eine optimale Vorbereitung auf das in der Büro-Welt immer präsentere Modell des so genannten Cloud-Computing (gemeinsame Nutzung von Software nicht mehr lokal am Rechner, sondern über Internet). In der Schule kann man bereits seit 1995 auf ein schnelles Glasfasernetzwerk zurückgreifen. Und seit 2008 ist – einmalig in Deutschland – mit der Webapplikation „Noten online“ allen Schülern, Eltern und Lehrern auch ein tagesaktueller Einblick in die einzelnen Notenleistungen mit Benachrichtigungsoptionen möglich.
Optimale Vorbereitung auf den Berufsalltag Die Schüler lernen rasch, Abläufe, Prozesse und Korrespondenzen digital zu planen und abzuwickeln sowie der Informationsflut durch systematisches Ordnen und Organisieren zu begegnen – neue „Hard Skills“, ohne die man künftig im Studiums- und Berufsalltag nicht mehr auskommt. „Digital Ink“ fügt sich so stimmig in das Konzept der ganzheitlichen Erziehung und optimalen Vorbereitung auf den Berufsalltag ein, das in Neubeuern verfolgt wird. „Die Schüler und Lehrer gewöhnen sich schnell an die vollständige Integration des Computers in den Lern- und Unterrichtsprozess“, so Müller. „Innovative und zukunftsweisende Bildung funktioniert eben nur, wenn man sich den technischen Möglichkeiten nicht verschließt. Wir hoffen, mit unserem Vorreiterprojekt einen entscheidenden Impuls an die Entscheidungsträger in Politik und Wirtschaft zu geben, damit Deutschlands Schüler nicht den digitalen Anschluss verlieren.“
Hier können Sie sich das Microsoft-Video über Schloss Neubeuern zur aktuellen OneNote-Werbekampagne ansehen.
Hier können Sie die Titelgeschichte über das Digital Ink-Programm im Computermagazin CHIP 08/2011 lesen.



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