| Fachschaft Latein |
Latein- ein Fach, das polarisiert wie kein anderes. Aqua das Wasser, vinum der Wein, scher dich zum Teufel, verfluchtes Latein, lästern viele Schüler und sie fragen: Wozu brauchen wir die „Tote Sprache“ mit ihren Deklinationen und Konjugationen. Daneben gibt es aber auch die Befürworter dieser Sprache, die denn Wert erkannt haben , auch wenn es natürlich selten so weit geht wie bei unserem ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauss, der nach dem Tode seiner Frau bei seiner neuen Lebensgefährtin Wert darauf legte, dass sie Latein konnte , sie deswegen Latein lernen musste und manchmal sogar vom Ministerpräsidenten persönlich abgefragt wurde. Nun, auch in Latein hat sich an den verstaubten Strukturen des Lateinunterrichts der 60-er und 70-er Jahre viel geändert. Es gibt moderne Lehrwerke und Medien , die deutlich kindgerechter sind, der Stoff wurde reduziert und man kann Vokabeln mittlerweile auch mit Computerprogrammen oder spielerisch auch mal mit einem Würfelspiel einüben. In Neubeuern besteht die Fachschaft Latein aus Herrn Ritzinger und Herrn Schnapp. Die Situation des Faches stellt sich so dar: wir haben in Neubeuern eine recht erfreuliche Situation. An den Staatsschulen stehen für Latein als 2. Fremdsprache in der Spracherwerbsphase der 6.,7. und 8. Klasse jeweils 4 Wochenstunden zur Verfügung. Dazu kommen Intensivierungsstunden, die der Vertiefung des Stoffes dienen sollen. Die Modalitäten diesbezüglich sind aber von Schule zu Schule unterschiedlich . In Neubeuern stehen uns in diesen klassen je 6 Wochenstunden zur Verfügung, wobei die zusätzlichen 2 Stunden eine Kombination aus Intensivierungsstunden und Arbeitsstunde darstellen, in der früher die Hausaufgaben erledigt wurden. Diese beiden zusätzlichen Stunden dienen also dem Einüben und Vertiefen des Stoffes und erlauben auch individuelleres Eingehen auf den Schüler. Damit fallen also die schriftlichen Hausaufgaben, die ja nur eine verlagerte Übungsphase darstellen, in der Regel weg. Darüber hinaus sind die Lerngruppen sehr klein(8-15 Schüler). In der 9.und 10.Klasse stehen uns statt 3 jeweils 4 Wochenstunden zur Verfügung. Auch hier trägt diese erhöhte Stundenzahl sicherlich zu besseren Ergebnissen bei, wenn auch hier noch kein vernünftiger Vergleich mit dem Lektüreunterricht im alten, neunjährigen Gymnasium möglich ist. Fazit: Latein ist in unseren Augen für die Schüler wichtiger denn je. Es erzieht zur Genauigkeit, zur Konzentration, zwingt zur Langsamkeit, führt zur Verbesserung der muttersprachlichen Leistungen, ist nach wie vor Voraussetzung für viele Studiengänge, bildet die Basis unserer europäischen Kultur ... Nun, die Liste könnte man noch um vieles erweitern. Nun noch ein Hinweis auf das Internet: Jede Woche kann man bei Radio Bremen oder Radio Helsinki lateinische Nachrichten abrufen. Informationen bieten auch folgende Adressen: Also, auf zum Lateinlernen: per aspera ad astra.
Für die Fachschaft Latein L. Ritzinger |

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