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Katholische Religionslehre

„Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen,

mit ganzer Seele und mit all deinen Gedanken.

Das ist das wichtigste und erste Gebot.

Ebenso wichtig ist das zweite:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst.“ (Mt 22,37-39)


„Glaube, Hoffnung, Liebe – doch am größten unter ihnen ist die Liebe“
(1 Kor 13,13)

 

Die Tugend ist eine vorbildliche Haltung eines Menschen, das Böse zu meiden und das Gute zu tun und den Frieden zu suchen (vgl. Ps 34,15). Das Ziel eines tugendhaften Lebens besteht darin, Gott ähnlich zu werden (Hl. Gregor von Nyssa). Es gibt menschliche und göttliche Tugenden. Zu den grundlegenden menschlichen Tugenden zählen die vier Kardinaltugenden Gerechtigkeit, Klugheit, Tapferkeit und Mäßigung (Platon). Die drei göttlichen Tugenden Glaube, Hoffnung und Liebe haben „Gott selbst zum Ursprung, zum Beweggrund und zum unmittelbaren Gegenstand. Sie werden dem Menschen mit der heiligmachenden Gnade eingegossen und machen ihn fähig, in Verbindung mit der Dreifaltigkeit zu leben. Sie bilden die Grundlage und die Seele des sittlichen Handelns des Christen und beleben die menschlichen Tugenden. Sie sind das Unterpfand dafür, dass der Heilige Geist in den menschlichen Fähigkeiten wirkt und gegenwärtig ist.“ (Katechismus der Katholischen Kirche)

Die früheste Erwähnung der göttlichen Tugenden findet sich in 1 Thess 1,3, die bekannteste allerdings im 1. Korintherbrief des Apostel Paulus: „Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; am größten jedoch unter ihnen ist die Liebe.“ (1. Kor 13,13) Zusammengefasst sind diese Tugenden auch in den – in der Katholischen Kirche – ersten drei Gebeten „Ave Maria“: „Gebenedeit sei die Frucht deines Leibes Jesus, der uns den Glauben mehret, der uns die Hoffnung stärket und der in uns die Liebe entzündet.“, die am Anfang des Rosenkranzes  gebetet werden. Nach christlicher Lehre ergeben sich alle anderen Regeln und Gesetze des Glaubens durch diese drei Prinzipien.

 

Glaube (fides): Symbolisiert durch einen Kelch mit Hostie oder durch das Kreuz als Sinnbild der Einheit von Extremen, der Mäßigung und Jesu Tod am Kreuz.

Liebe (caritas): Gemeint ist sowohl die Liebe zu Gott (Gottesliebe) sowie auch die Liebe anderen gegenüber (Nächstenliebe und Feindesliebe). Wird durch ein Herz dargestellt oder eine Frau mit Kindern.

Hoffnung (spes): Wird durch einen Anker, einen Vogel oder einen Zweig symbolisiert und gibt die Hoffnung auf die himmlische Seligkeit sowie das Widerstehen gegen die Verzweiflung wieder.


Kurzportrait des Religionslehrers

Ich heiße Enrico Barbiero und habe Theologie auf Diplom sowie Philosophie und Religionspsychologie auf Magister studiert. Seit dem Schuljahr 2009/2010 unterrichte ich das Fach Katholische Religionslehre an der Internatsschule Schloss Neubeuern. In der heutigen Zeit der rasant sich vollziehenden Globalisierung wird eine ethisch und religiös fundierte Orientierung immer fraglicher und schwieriger. Als Religionslehrer möchte ich Ihren Kindern helfen, in den alltäglichen Dschungel der Entscheidungen Handlungsorientierungen zu finden. Dabei sollen sie den Blick auf die Religion nicht aus den Augen verlieren. Mithilfe des Religionsunterrichtes möchte ich Ihren Kindern die wesentlichen und grundlegenden Elemente des Glaubens der Katholischen Kirche näher bringen. Um die Glaubensinhalte der Kirche eingehender zu verstehen, fordere ich Ihre Kinder zu einem selbstkritischen Denken heraus und fördere sie diesbezüglich, sodass sie – wie der Apostel Petrus in 1 Petrus 3,15 sagt – stets bereit sind, jedem Rede und Antwort stehen zu können, der nach der Hoffnung fragt, und somit ihre eigene Meinung selbstsicher und begründet vertreten können. Dabei soll die Freude an der Religion nicht außer Acht gelassen werden. Zu dieser Freude möchte ich ihre Kinder durch einen interessanten, spannenden, kritisch reflektierten Religionsunterricht und durch gelebten Glauben an Gott durch Jesus Christus im Heiligen Geist motivieren, sodass – mit den Worten des heiligen Augustinus – Gott zu preisen Freude ist und unser Herz solange unruhig ist, bis es ruht in Gott.


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