| Privilegien-Modell Schloss Neubeuern |
In Schloss Neubeuern scheitern Schüler nur dann, wenn sie daran scheitern, sich wirklich zu bemühen. Um dieser Feststellung besser gerecht werden zu können, haben wir ein System einführt, in dem transparent und für jeden nachvollziehbar Privilegien vergeben werden, die auf dem Bemühen des einzelnen Schülers in verschiedenen Bereichen des Lebens im Schloss basieren. Ganz entscheidend ist die Tatsache, dass im Vordergrund der Bewertung nicht die absolut messbare Leistung, sondern das Bemühen um Leistung und Erfolg steht. Je größer sein Bemühen insgesamt ist, desto mehr Privilegien und Freiheiten erhält der Schüler, je weniger er sich bemüht, desto mehr Einschränkungen seines Lebens in Schloss Neubeuern muss er hinnehmen. Ein weiterer entscheidender Grund für die Einführung des Modells war unser dringender Wunsch, zunehmend positiv zu verstärken und nicht nur zu kritisieren oder zu strafen. Vier Mal im Schuljahr wird daher das Bemühen jedes einzelnen Schülers im Durchschnitt ermittelt. Das größte Gewicht haben dabei jeweils die aktuellen Kopfnoten aus der Schule (Betragen/Mitarbeit) und die Bewertung des zuständigen Mentors. Jeder Erwachsene, der in direktem Kontakt zu dem Schüler steht, kann und soll dabei ebenfalls positive Bewertungen vergeben: Klassleiter, Fachlehrer, Nachhilfelehrer, Mentorenassistenten, Gildenleiter und Trainer, aber auch Hauswirtschaftleiterin, Handwerker, Hausmeister und Reinigungskräfte. Natürlich werden auch Anwesenheits-, Nachsitz-, Ersatzgilden- und Morgenlauflisten ausgewertet. Beispiel: Privilegien und Fördermaßnahmen für die Jahrgangstufen 7 - 10: Gruppe 1:
Gruppe 2:
Gruppe 3: Hier gelten die Regeln der Internatsordnung Zusätzliche Privilegien für Oberstufenschüler Die Oberstufenschüler sollen Vorbilder für die jüngeren Schüler sein. Aufgrund dieser Position erhalten sie Privilegien, die sich jüngere Schüler erst erarbeiten müssen. Auf der anderen Seite ist mit dieser Position aber auch die Verantwortung verbunden, tatsächlich ein Vorbild zu sein, an dem sich jüngere Schüler orientieren können. Die Oberstufenschüler werden wie alle anderen Schüler nach dem oben beschriebenen Modell bewertet. Zusätzlich/ Ergänzend zu den oben genannten Privilegien gilt: Gruppe 1:
Gruppe 2:
Gruppe 3:
Privilegien für neue Schüler Neu eintretende Schüler können nicht in eines der fünf Privilegien-Level eingeteilt werden, bevor sie die Gelegenheit hatten, sich in diesem System zu bewähren. Daher gelten für sie die Regeln der Internatsordnung, bis im November zum ersten Mal die Punktdurchschnitte berechnet werden, bzw. bis nach dem Ablauf der ersten vollen Bewertungsperiode bei einem Eintritt während des Schuljahres. Unterstützende Maßnahmen für Schüler in den Privilegiengruppen 4 und 5 Die Grundüberlegung für die Schüler der Privilegiengruppen 4 und 5 war, dass die zu wählenden Maßnahmen nicht von einer strafenden Absicht geleitet sein dürfen, sondern die Unterstützung der Änderung des spezifisch abweichenden Verhaltens im Vordergrund stehen muss. Ist ein Schüler z.B. wegen mangelnder Mitarbeit und negativen Verhaltens im Unterricht in Gruppe 4 eingestuft worden, muss er anders gefordert und gefördert werden als ein Schüler, der sich wegen mangelnder Disziplin im Internat dort wiederfindet. Wir haben daher einen Katalog von Einzelmaßnahmen zusammengestellt, aus dem der jeweilige Mentor diejenigen aussucht, die für die Weiterentwicklung des einzelnen Schülers am erfolgsversprechenden erscheinen. Der Mentor legt dann in einer Mentorenkonferenz nach der Feststellung der Gruppenzugehörigkeiten einen begründeten Vorschlag eines Maßnahmenkatalogs für jeden Schüler seiner Gruppe vor, der in Privilegiengruppe 4 oder 5 eingestuft wurde. Diese Maßnahmenkataloge werden in der Konferenz gegebenenfalls diskutiert, müssen aber in jedem Fall mit einfacher Mehrheit der Stimmen bestätigt werden.
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